Wiederholungstäter

Gute Fotos entstehe nicht nur durch gute Motive und einer möglichst guten Ausrüstung, sondern in dem man ein Gefühl dafür entwickelt, wie man ein Motiv abbilden muss, damit es hinterher auf dem Foto auch gut wirkt. Dieses Gefühl bzw. diese Fähigkeit erlangt man am besten durch üben. Üben heißt in diesem Fall, dass man Motive die einem interessieren immer wieder mal fotografiert. Dabei ist es egal, ob es sich bei dem Motiv um ein Stillleben, eine Person, ein Gebäude oder einen Baum handelt, wichtig ist nur, dass man immer wieder genau dasselbe Motiv in Angriff nimmt.

Nehmen wir als Beispiel einen Baum in der näheren Umgebung, den man zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten einen Besuch abstatten kann. Einen solchen Baum muss man erstmal finden. Er sollte „fotogen“ sein und einer Umgebung stehen, welche sich als Hintergrund für Fotos eignet. Um so Motiv – in unserem Fall ja der Baum – zu finden, muss man sich mit einer Kamera bewaffnet auf den Weg machen und erstmal an verschiedenen Stellen Bäume fotografieren. Daheim schaut man sich anschließend die Bilder durch und entscheidet sich für das beste Motiv. Nach ein paar Wochen kramt man diese Fotos wieder hervor und überlegt sich, was man eigentlich anders machen hätte können. Beispiele dafür wären:

  • andere Tageszeit zum Fotografieren wählen, weil das Licht nicht optimal war
  • anderes Wetter abwarten um z.B. ein anderes Wolkenbild zu bekommen
  • anderen Bildausschnitt wählen
  • andere Jahreszeit abwarten
  • andere Position wählen
  • usw.

Ist man sich dessen bewusst, macht man sich zu einem passenden Zeitpunkt wieder auf den Weg und macht Bilder mit den oben genannten Änderungen. Wieder zu Hause angekommen, kann man die Bilder direkt mit den alten vergleichen und das Spiel von vorne beginnen.
Erst wenn man der Meinung ist, man hätte alles an diesem Motiv ausprobiert, dann sollte man sich mit den Bildern zufrieden geben und sich ein neues Thema suchen. Nebenbei erhält man auch genügend gutes Material für eine Bilderserie.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *