Winter

Nach dem Herbst kommt der Winter. Dem Namen nach handelt es sich um die „weiße Jahreszeit“. Richtig winterlich wird es immer seltener und wenn man den Studien zum Klimawandel glaubt, wird es immer wärmer und weniger winterlich werden.
Der Winter beginnt laut Kalender am Tag mit der längsten Nacht. Dieser fällt entweder auf den 21. oder den 22. Dezember. Er dauert 89 Tage und endet am 20./21. März.
Der Meteorologische Winter beginnt schon am 1. Dezember und endet am letzten Tag im Februar.
Im Winter zu Fotografien hat natürlich seinen Reiz, vor allem wenn Schnee liegt oder sich Eis gebildet hat. D.h. man muss die Kälte einfangen, um den Winter in einem Bild einfangen zu können.

Kälte

Und genau da liegen auch die meisten technischen Probleme im Winter. Die Kälte macht Mensch und Kamera zu schaffen. Während sie beim Menschen zu kalten Fingern und Füßen führt, lässt sie an der Kamera den Akku schlapp machen, das LCD langsamer reagieren und die Linse beschlagen. Das alles kann man durch geschicktes Warmhalten verhindern.
Die Finger kommen in Handschuhe, die Füße in warme Schuhe und die Kamera immer wieder in eine gepolsterte Tasche. Wenn der Fotoausflug länger dauert, sollte man den Akku in den Fotopausen aus der Kamera entfernen und nahe am Körper tragen. So hält er länger. Man sollte nur bedenken, dass sich dadurch die Uhr und andere Einstellungen der Kamera verflüchtigen können und man beim Wiedereinlegen des Akkus diese Einstellungen erneuern muss. Wenn der Akku auf Grund der Kälte einmal ausfällt, kann es auch helfen, Ihn mal kurz in der Hosentasche aufzuwärmen.
Wenn man nach dem Fotografieren wieder in einen warmen Raum kommt, sollte man der Kamera genügend Zeit lassen, um sich wieder aufzuwärmen, sonst kondensiert Wasser am kalten Gehäuse und Objektiv. Wenn dieses Wasser in die Kamera eindringt, kann es zu Korrosion oder auch elektrischen Problemen führen. Zum Aufwärmen lässt man die Kamera am besten in der Tasche oder einer Plastiktüte stehen und wartet.
Die Kälte setzt nicht nur der Ausrüstung zu, sondern auch dem Fotografen. Vor allem die Finger werden schnell kalt und schmerzen. Deswegen sollte man immer an Handschuhe denken. Diese sollten aber nicht so dick sein, dass man die Kamera nicht mehr bedienen kann. Empfehlenswert sind da Lederhandschuhe oder Sporthandschuhe welche z.B. Mountainbiker verwenden. Ein Taschenwärmer hilft in Fotopausen die Finger wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Dem Ersatzakku tut die zusätzliche Wärme auch gut. Wenn man ein Stativ mitnehmen will, sollte man bedenken, dass Metall die Wärme der Finger schnell wegleitet und dadurch zu unangenehm kalten Händen führen kann. Eine Ummantelung aus Gummi oder Neopren verhindert dies.

Feuchtigkeit

Schnee ist nicht nur das wichtigste Wintermotiv, sondern auch eine Gefahr für die Kamera und für das Foto. Schnee ist gefrorenes Wasser und wenn es auf die Kamera trifft, wird diese nass. Zu viel Feuchtigkeit verkraften die meisten Kameras nicht, deswegen sollte man die Technik so gut es geht schützen, z.B. mit einer Plastiktüte oder eine speziellen Regenhaube.
Schnee auf der Linse führt zu unscharfen Fotos. Davor kann eine Sonnenblende etwas schützen.

Belichtung

Motive haben im Winter meist etwas mit Eis und Schnee zu tun. Diese reflektieren von Natur aus das Licht ziemlich gut und sind meist in großen Bereichen des Bildausschnitts zu sehen. Die großen hellen bzw. weißen Flächen führen dann leicht zu einer Fehlbelichtung: die Kamera belichtet zu gering, da sie eigentlich versucht, im Durchschnitt ein mittleres Grau zu erhalten. Dadurch kann der Schnee auf dem Foto grau statt weiß werden. Das kann man aber einfach korrigieren, entweder verfügt die Kamera über ein Belichtungsprogramm, welches auf Schnee abgestimmt ist, oder man korrigiert die Belichtung um einen Lichtwert nach oben. Hat man das vergessen kann man sich immer noch durch Nachbearbeitung helfen.
Wenn Schnee und schattige Bereiche im Bild sind, kann der Motivumfang den Belichtungsumfang der Kamera schnell übersteigen. Um die schattigen Bereiche etwas aufzuhellen, kann man den Blitz manuell zu schalten. So manche Kamera erkennt solche Situationen automatisch und schaltet den Blitz dazu.

Weißabgleich.

Bei großen weißen Flächen kann der kamerainterne Weißabgleich schon mal durcheinander kommen und farbstichige Fotos produzieren. Dagegen hilft der manuelle Weißabgleich oder die feste Einstellung auf z.B. Tageslicht.

Motive

Traummotive im Winter sind schneebedeckte Landschaften, vereiste Seen, verschneite Städte usw. Wenn es oft auch nicht zu einer geschlossenen Schneedecke reicht, kann man den Winter auch im Flachland einfangen. Richtig dicke Schneedecken und passende winterliche Motive findet man in den Alpen. Wer also seine Kamera beim Schifahren dabei hat kann, abseits der Pisten herrliche Wintermotive finden.
Das Licht trifft im Winter den ganzen Tag in einem relativ flachen Winkel auf die Erde, so dass man den ganzen aber relativ kurzen Tag zum Fotografieren nutzen kann. Erst wenn es Richtung Frühjahr geht, steht die Sonne um die Mittagszeit wieder höher am Himmel.

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